Anwendungsbeispiele für KI-Automation mit OpenBiz
Generell bekommt der Anwender einen persönlichen Assistenten über den Aufträge ins System übertragen werden können. Die Eingabe funktioniert via Text sowie auch Sprache.

Spesenabrechnung via Handy
Foto der Quittung per Handy in den Neo Agent hochladen -- OpenBiz erkennt die Daten und erstellt eine Spesenbuchung mit der Konsumation, Beträge und Steuern.

Kontakte aus dem Internet ziehen und anlegen, per Handy Spracheingabe
Der Agent holt sich Informationen aus dem Internet und legt damit Datensätz in OpenBiz an. Die Vorgänge sind unter dem Agenten Bot geloggt und nachvollziehbar.

Rechnungen in die Buchaltung einlesen - auch im Massenmodus
Für Mitarbeiter kann eine eigene Wissensdatenbank angelegt werden. Das Setup ist eine professionelle KI Lösung:
Die lokale Wissensdatenbank kann mit einem RAG-System (Retrieval-Augmented Generation) aufgebaut werden, indem interne Dokumente, PDFs, Handbücher oder Protokolle zunächst in kleinere Textabschnitte, sogenannte Chunks, zerlegt werden. Diese Chunks werden anschließend mit einem Embedding-Modell in Vektoren umgewandelt und in einer Vektordatenbank gespeichert. Diese Funktionen sind automatisiert in OpenBiz eingebaut.
Stellt ein Nutzer eine Frage, wird auch die Anfrage in einen Vektor übersetzt und mit den gespeicherten Chunks verglichen. Das System findet so die inhaltlich passendsten Textstellen und gibt sie als Kontext an ein Sprachmodell weiter. Dadurch kann die Recherche gezielt auf die lokale Wissensbasis zugreifen und Antworten liefern, die auf den eigenen Daten beruhen statt nur auf allgemeinem Modellwissen.

Vom Klick zur Sprache: Die klassische Benutzeroberfläche wird gerade abgelöst
Über Jahrzehnte hinweg folgte Business-Software einem klaren Prinzip: Komplexität wird in Oberflächen gegossen.
Buttons, Menüs, Formulare und Dashboards waren die Werkzeuge, mit denen wir versucht haben, komplexe Geschäftsprozesse bedienbar zu machen. Ganze Disziplinen sind daraus entstanden – UI/UX Design wurde zu einem zentralen Erfolgsfaktor. Parallel dazu investierten Unternehmen erhebliche Summen in Schulungen, um Mitarbeitende überhaupt in die Lage zu versetzen, diese Systeme effizient zu nutzen.
Doch dieses Modell gerät gerade fundamental ins Wanken.
Das Ende der Bedienoberfläche
Mit dem Aufkommen leistungsfähiger Sprachschnittstellen verschiebt sich die Interaktion grundlegend. Nutzer müssen nicht mehr lernen, *wie* ein System funktioniert. Sie formulieren einfach, *was* sie erreichen wollen.
Ein Beispiel - Statt:
- Navigieren durch mehrere Menüs, Auswahl von Filtern, Exportieren und Nachbearbeiten
heisst es künftig:
„Erstelle mir eine Übersicht der letzten Quartalszahlen, inkl. Top-5-Abweichungen und Handlungsempfehlungen.“
Die Oberfläche verschwindet – der Intent bleibt. Der eigentliche Umbruch wird oft falsch verstanden
In vielen Diskussionen steht das Sprachmodell (LLM) im Mittelpunkt. Doch das greift zu kurz. Das LLM ist austauschbar.
Der echte Mehrwert entsteht an anderer Stelle:
1. Workflow-Integration
Die Qualität entscheidet sich daran, wie tief die Sprachsteuerung in reale Geschäftsprozesse integriert ist.
Ein System, das nur Antworten liefert, ist nett.
Ein System, das Aufgaben *ausführt*, verändert die Organisation.
2. Prompt-Design als neue UX-Diszipli
Prompts sind die neue Benutzerführung.
Gute Systeme lassen den Nutzer nicht allein, sondern bieten:
kontextabhängige Vorschläge
vorstrukturierte Eingaben
adaptive Formulierungen
Damit entsteht eine neue Form von UX – unsichtbar, aber entscheidend.
3. Domänenspezifische Intelligenz
Generische Modelle stossen schnell an Grenzen. Der Unterschied entsteht durch:
firmenspezifische Daten
trainierte Prozesse
eingebettetes Fachwissen
Erst dadurch wird aus einem Sprachmodell ein produktives Business-Tool.
Von UI/UX zu „Intent Experience“
Was wir aktuell beobachten, ist kein inkrementelles Update – es ist ein Paradigmenwechsel.
Die zentrale Frage lautet nicht mehr:
„Wie gestalten wir eine Oberfläche möglichst intuitiv?“
Sondern:
„Wie verstehen und erfüllen wir Nutzerintentionen möglichst direkt?“
Die klassische UI war immer ein Kompromiss zwischen Systemlogik und menschlichem Verhalten. Sprachbasierte Systeme lösen diesen Kompromiss auf.
Die Zukunft der Business-Software ist nicht visuell, sondern dialogbasiert.
Unternehmen, die weiterhin primär in Oberflächen denken, optimieren ein auslaufendes Modell.
Die eigentliche Differenzierung entsteht künftig durch:
intelligente Workflows
exzellentes Prompt-Design
tief integrierte, spezialisierte Modelle
Oder anders gesagt:
Die beste Software ist die, die man nicht mehr bedienen muss.